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Sauna in der Biomühle?

Letzte Woche wurden von dem Unternehmen S&A mannshohe Heizaggregate an der Biomühle aufgestellt und Rohre in das Mühlengebäude gelegt. Zu sehen war außerdem eine aufwändig Verkabelung, u. a. für Temperatursensoren, die bis in die letzte Ecke der Mühle reichten.

„Na, habt Ihr wieder Sauna in der Biomühle?“ fragte Thorsten Sprenger (laufgut-lippstadt.de)  auf dem Weg in seinen Betrieb nach. Er liegt mit seiner Vermutung schon ganz richtig. Die Sauna ist aber nicht für die Mitarbeiter gedacht, sondern für ungebetene Gäste, die sich u. U. im Laufe des Jahres in der Biomühle einnisten können.

Es handelt sich um eine vorbeugende Maßnahme, die regelmäßig 1 x / Jahr durchgeführt wird, auch wenn es keine akuten Nachweise gibt.

Wie wir diese in Form unerwünschter Samenkörner, Steinchen oder Mutterkorn aus dem Getreide heraussortieren hatte wir schon im letzten Beitrag über unsere neue Sortex A erläutert.

Es gibt aber lebendige „Gäste“, die mit dem geernteten Getreide, trotz mechanischer Vorbehandlung in unsere Mühle gelangen können, z. B. als Insektenlarven. Um diese rechtzeitig vor der Getreideernte wieder los zu werden, wird die Mühle möglichst luftdicht verpackt und für 12 Stunden kontinuierlich auf über 50°C erhitzt. Die oben schon erwähnten Sensoren garantieren, dass wirklich jeder Winkel der Mühle von der Heißluft erreicht wird.

Diese Maßnahme ist gerade für die Biomühle besonders wichtig, weil das Biogetreide durch den Verzicht auf Insektizide auf dem Acker anfälliger für Schädlinge sein kann.

 

Sortex A Header

Neue High-End-Sortierung in Betrieb genommen

Bei uns gibt es 100% Bio: Wir wissen genau, wo unser Getreide herkommt, und wer es unter welchen Bedingungen anbaut. Außerdem wird regelmäßig geprüft und zertifiziert, ob wir dieses Versprechen einhalten.

Jetzt haben wir einen weiteren, wichtigen Schritt in Richtung 100% Qualität unternommen und einen optischen Sortierer der Firma Bühler in Betrieb genommen. Genauer gesagt, handelt es sich um einen Aussortierer, der unerwünschte Bestandteile aus dem Getreide entfernt.

Wieso „unerwünscht“? Wie kommen solche Bestandteile überhaupt in das Getreide?

Getreide ist ein Naturprodukt und kommt direkt vom Feld, über den Mähdrescher und durch ein Silo zu uns. Es kann deshalb trotz ausgiebiger Vorbehandlung folgende unerwünschte Bestandteile enthalten:

  • kleine Steinchen oder Bodenpartikel,
  • Samen von „Unkräutern“,
  • Mutterkorn,
  • Getreidekörner, an denen noch Spelzen haften.

Besonders haben wir es auf das Mutterkorn abgesehen, einen Pilz, der gelegentlich Getreide befallen kann und dessen Alkaloide giftig sind. All diesen Verunreinigungen ist gemeinsam, dass sie mit mechanischen Mitteln kaum entfernt werden können. Sie unterscheiden sich von einem gesunden Getreidekorn nur durch eine andere Optik.

„Neuerdings ist die Entfernung durch Farbausleser möglich. Letztere ist die zuverlässigste Methode, besonders wenn das Mutterkorn nicht größer als die Getreidekörner oder in Bruchstücken vorhanden ist.“ [de.wikipedia.org]

An dem Punkt kommt die neue ‚Sortex A‘ ins Spiel

Mit dem neuen optischen Sortierer werden pro Stunde ca. 3 Tonnen Getreide:

  • in einen etwa 40 cm breiten gleichmäßigen „Strom“ gebracht und
  • optisch nach Farbe erkannt.
  • Einzelne Partikel mit nicht passender Färbung werden von winzigen Luftdüsen aus dem o. g. „Strom“ herausgeblasen und abgeführt.

So sieht das aus:

Die neuen Getreidesilos stehen

Die neuen Getreidesilos zur Verbesserung unserer Vorratshaltung für Bio-Getreide stehen! Jetzt wird natürlich noch jede Menge Elektrik zur Steuerung eingebaut, sowie Rohre zur Befüllung und Ableitung. Die Inbetriebnahme ist für Dezember vorgesehen.