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Neue Siloanlage für Bio-Getreide wird gebaut

europaeische-union Neben unserem Mühlengebäude in Warstein-Sichtigvor wird mit Förderung der EU gebaut: Wo es zur Zeit noch eher wie ein neuer Schotterparkplatz aussieht, entsteht in den nächsten Monaten eine Siloanlage für Getreide mit Getreideaufbereitung.

Mit der Planung und Bauleitung wurden die Architekten von Archplus Consult aus Arnsberg beauftragt.

Die Anlage besteht aus 5 Rundsilos mit Belüftungsring zum Kühlen und Belüften und einer  Kapazität von zusammen 500 t Getreide. Diese Art von Silos sind die kostengünstigste Art Getreide  lebensmitteltauglich zu lagern. Unter die Silos kommt eine der Statik entsprechende Bodenplatte um die Lasten der Silos tragen zu können. Die Befüllung und Entleerung der Silos wird über entsprechende Förderelemente wir Elevatoren, Schnecken, Trogkettenförderer von der Mühle zu den Silos und zurück gewährleistet. Die Silos werden farblich so gestaltet,  wie es vom örtlichen Bauausschuss gewünscht wird.

Wir freuen uns über eine nachhaltige, stetig zunehmende Nachfrage nach großen Mengen Biomehl und speisegereinigtem Getreide. Mit dieser nun realisierten Investition in die Lagerungs- und Aufbereitungskapazitäten verbessern wir unsere Logistik erheblich und bleiben eine relevante Größe in einem stark wachsenden Markt.

leader-programmDie Baumaßnahme wird im Rahmen des Leader-Programms vom Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums gefördert.

„LEADER (französisch, Liaison entre actions de développement de l’économie rurale, Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, mit dem seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden.“ (Quelle: de.wikipedia.org)

Weitere Informationen

Presse Ökostrom Bio-Mühle Warstein Header

Noch mehr Bio in der Biomühle Eiling

Presse v. 14.09.2013 zur ÖkostromlieferungPresseartikel in der Westfalenpost vom 14.09.2012:

„Sichtigvorer Unternehmen bezieht die Menge Ökostrom, die Stütings Mühle in Belecke produziert

Bernd Gerdes, Geschäftsführer der Warsteiner Verbundgesellschaft:
„Diese Situation dürfte deutschlandweit einmalig sein, Stütings Mühle liefert ziemlich genau die Strommenge, die unser Kunde Eiling benötigt.“

Die Bio-Mühle Eiling nimmt rund 140.000 bis 150.000 kWh Strom pro Jahr ab. Der Bezug von Ökostrom ist für die Bio-Mühle Eiling wichtig, weil er die Produkte des Unternehmens  glaubwürdig mit dem Attribut „Bio“ auszeichnet.

Vollständiger Beitrag als pdf mit freundlicher Genehmigung der Westfalenpost.

 

 

Video Portrait

Die Bio Mühle Eiling GmbH hat den Gründerpreis der Handwerkskammer Dortmund gewonnen. Aus diesem Anlass wurde dieser Portraitfilm gedreht.

 

Warstein Bioladen Header

Bioladen in der Biomühle

Beitrag im Westfälischen Anzeiger, Warsteiner Lokalteil, am Samstag, den 26.11.2011, über die Eröffnung unseres Bioladens:

Jens und Christina Eiling

Jens und Christina Eiling

„In frisch renovierten Räumlichkeiten präsentiert sich ab sofort der neue Bioladen Eiling in Sichtigvor. Untergebracht im Gebäude der Biomühle Eiling an der Möhnestraße bietet Inhaberin Christina Eiling eine Vielzahl von Bio-Produkten an: frisches Obst und Gemüse von regionalen Anbietern stehtn ebenso zur Verfügung wie Brot und Backwaren vom Steinofenbäcker, der diese aus dem in der benachbarten Mühle hergestellten Mehlen fertigt.

Mehl, Schrot, Gries und Backmischungen aus der eigenen Mühle runden das Angebot ab. Enbenso sind Fleisch- und Wurstwaren nach Vorbestellung sowie Molkerei-Produkte, Bio-Weine, Tee, Babynahrung und vieles erhältlich. Ab einem Bestellwert von 30 Euro wird ein Lieferservice angeboten“.

Foto: Dorenkamp mit freundlicher Genehmigung.

Header Wassermühle Eiling Sichtigvor

Die Mühle Eiling in Warstein Sichtigvor

„Wassermühlen im Kreis Soest“ von Hartmut Platte, 1994, Börde Verlag, Werl
Auszug mit freundlicher Genehmigung vom 02.02.2016:

Im Warsteiner Stadtteil Sichtigvor liegt am Müh­lengraben die alte Sichtig­vorer Wassermühle. Der Mühlengraben kann nicht als eigener Fluß bezeichnet werden, denn er verläßt die Möhne einige hundert Meter östlich von Sichtigvor und mündet schon etwa 300 Meter unterhalb der Wassermühle in die Möhne. Das Wasseraufkommen ist rela­tiv hoch, so daß sich die An­lage einer Wassermühle an dieser Stelle schon im Mit­telalter gelohnt hat. Im Jah­re 1266, bei der Übergabe der Besitzung Mülheim an den Deutschen Orden, wur­de diese Mühle erwähnt. Dem Deutschen Orden ge­hörte die Kommende Mühl­heim, wo Ordensangehöri­ge auf ihren Einsatz bei der Missionierung des Ostens vorbereitet wurden.

Im Verlaufe der Säkulari­sation kam die Besitzung 1809 in das Eigentum des hessischen und 1816 des preußischen Staates. Die gräflich v. Kielmannsegge­sche Verwaltung erwarb die Sichtigvorer Mühle vom preußischen Staat und blieb Eigentümerin derselben bis zum Jahre 1911. Nachfolgerin war die adelige Fami­lie von Nagel, der auch das Haus Welschenbeck bei Belecke gehört. Heutiges Eigentümer der Wassermühle ist Josef Freiherr von Nagel-Doornick. Die Mühle war früher ein Mahlwerk mit drei Mahlrädern und drei Mahlgängen, wurde 1724 renoviert, erlebte mehrere Brände, erhielt um 1905 statt der Wasserräder ein Turbine, Walzenstühle und 1912 die zweite Turbi­ne. 1953 wurde sie mit einer vollautomatischen Mahlan­lage mit einer 9 Leistung von vier bis fünf Tonnen versehen.

Die Säge entwickelte sich aus dem ursprüngli­chen Bocksägebetrieb mit Hand-, Wasserradbedienung zu einem Gatterwerk und wurde 1957 zu einem Vollgatterwerk mit allen Nebenmaschinen ausge­baut. Die Sägemühle existiert seit Anfang der 1970er Jahre nicht mehr.

Im Jahre 1955 pachtete der Müllermeister Bruno Eiling (1918-1986) aus Rin­kerode die Wassermühle. Vorheriger Pächter war Herbert Schlotmann aus Lippstadt. Heutiger Pächter ist der Sohn von Bruno Ei­ling, Bernhard (geb. 1952), der mit Monika geb. Kel­lerhoff verheiratet ist. „Mein Vater mußte sehr viel investieren, um den de­solaten Mühlenbetrieb wie­der in Gang zu setzen“, be­richtet Bernhard Eiling.

Zusammen mit seiner Frau, die ihm bei der Erle­digung der Büroarbeiten hilft, betreibt Bernhard Ei­ling die traditionsreiche Wassermühle. Ihren Wohn­sitz haben die Eilings in­zwischen in Allagen. An Fremdpersonal ist hin und wieder eine Hilfskraft stun­denweise beschäftigt. Ob einer der beiden Söhne der Eheleute Eiling später in die Fußstapfen des Vaters treten wird, ist sehr unge­wiß. „Die Müllerei ist auf­grund der durch Großbe­triebe gedrückten Preise al­leine kaum noch lebensfä­hig, sagt Bernhard Eiling.

Sein Pachtbetrieb steht daher wirtschaftlich „auf drei Beinen“: Mehlmülle­rei, Kleinverkauf und Stromerzeugung. Die Stromerzeugung ist inzwi­schen zu einem wichtigen Bestandteil des Betriebs ge­worden. Wurden im Jahre 1989 noch 116.000 kW in las Netz der VEW einge­speist, so waren es 1990 schon 143.000 kW. Der Ei­genbedarf des Mühlenbe­triebes wird zu 80 Prozent durch die Wasserkraft ab­gedeckt.

Auch der Kleinverkauf ist nicht zu unterschätzen, da inzwischen alle Filialen der Genossenschaften in den Nachbarorten geschlossen haben. Gemahlen wild aus­schließlich Roggen, der größtenteils von den Bauern auf der Haar aufgekauft wird. Zum Einsatz kommen zwei Francis-Turbinen (42,5 und 27 PS) mit liegender Welle. Das pittoreske Wasserrad am Mühlengra­ben hat keine Funktion. Es wurde vom Heimatverein Mülheim-Sichtigvor-Wald­hausen zur Zierde ange­legt. Die Sichtigvorer Müh­le hat heute eine Kapazität von zehn Tonnen Getreide in 24 Stunden. Die Auslie­ferung des Mehls erfolgt zur Zeit je zur Hälfte lose mit dem Silowagen oder verpackt als Sackware. Zu erwähnen wäre noch, daß der Müllerberuf in der Fa­milie Eiling seit dein Jahre 1600 nachweisbar ist.“