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Westfalenpost: Fünf Silos sichern BioMühle die Zukunft

Westfalenpost vom 01.09.2016Beitrag in der Westfalenpost Warstein vom 01.09.2019.
Herzlichen Dank für die Genehmigung zur Wiedergabe (Anna Gemünd am 06.09.2016). Text  Manfred Böckmann.

Familienbetrieb Eiling investiert auf langfristig gepachteter Fläche. Unterstützung durch die Stadt

“Sichtigvor. Die aktuelle WESTFALENPOST-Ausgabe fehlt nicht, frisches Geld ebenfalls nicht und  auch die Baupläne sind in der Röhre, die Thorsten und Jens Eiling am Mittwochmorgen gemeinsam versenken – im Grundstein für die Erweiterung der Biomühle Eiling in Sichtigvor um fünf Silobehälter.

Weiter wachsen 650 000 Euro finanziert der Familienbetrieb, um weiter wachsen zu können. Ein „Juwel“, wie Bürgermeister Thomas Schöne betont, man habe es mit einer „landesweit einzigartigen Anlage“ zu tun, und „auf diesen Superlativ kann man stolz sein“. Er lobt den  „unternehmerischen Schwung“ der Familie, die einen „Blickfang für Sichtigvor“ schaffe. Das soll – schließlich geht es in der Mühle um Getreide – mit einem Doppelkorn als Geschenk begossen werden. Thorsten Eiling dankt zur Beginn der Grundsteinlegung allen Unterstützern, allen voran Senior-Berater Horst Klatte, der den Sichtigvorern von Anfang an zur Seite steht. Aber auch der Familie von Bose, die das Grundstück langfristig verpachtet – über 35 Jahre. Sonst hätte man die Siloanlage auf fremdem Grund nicht gebaut. Ohne viel Unterstützung aus dem privaten Umfeld  sei es nicht möglich gewesen, bis zur heutigen Situation zu kommen, betont Berater Klatte, der auf die wichtigste Firmen-Philosophie hinweist: Alles ist rein bio, „vom Landwirt bis zum Bäcker“. Das erste Ziel habe man inzwischen erreicht und „wir haben Erfolg“. Dank zusätzlicher  Automation habe man den Umsatz voranbringen können, durch die Siloanlage soll es weiter aufwärts gehen, um so Wege zu verkürzen und die Kosten beim Kornkauf zu senken. Weil es dazu gehört, dreht sich auch das Mühlrad wieder, allerdings nicht direkt zum Mahlen, sondern um Strom zu produzieren, der fürs Mahlen eingesetzt werden kann. Folglich wünschte Horst Klatte: „Immer Wasser auf der Mühle.“

Gebaut wird auch eine hohe Stützwand als Hochwasserschutz, erläutert Architekt Gerd Eickhoff das Vorgehen. Dadurch ragen die insgesamt fünf Silos nicht allzu sehr in die Höhe, sondern  schließen mit dem vorhandenen Gebäude ab. Zudem werden drei der Behälter in der Müller-Farbe grün-grau gestrichen –  eine rein optische Entscheidung, die mit zusätzlichen  Kosten verbunden ist.

Bodenplatte nächste Woche

Die Bodenplatte soll in der kommenden Woche gegossen werden, die Silobauer starten ab dem  12. September, so der Zeitplan. An der tiefsten Stelle, wo sich auch der Grundstein befindet, wird  der Elevator-Schacht gebaut, der für den Korntransport zuständig ist.

Am Tag der  Grundsteinlegung sind alle Beteiligten und Gäste begeistert. Auch Ortsvorsteherin  Heike Kruse: „Macht weiter so!“ Und sie wiederholt das Angebot, das zuvor auch Bürgermeister  Schöne gemacht hat: Gibt es Probleme, schnell mal im Rathaus anrufen.”