Müller-Familie Eiling

Westfälischer Anzeiger: Eilings schreiben weiter an Bio-Mühlen-Erfolgsgeschichte

Westfaelischer Anzeiger 01.09.2016Bericht im Soester Anzeiger vom 01.09.2016. Herzlichen Dank für Recherche und Genehmigung zur Wiedergabe des Textes und der Bilder an Pauline Nolte. Text IS.

Gestern Grundstein zum Bau von fünf großen 100-Tonnen-Getreidesilos gelegt

“Sichtigvor * Die Bio-Mühle Eiling schreibt Erfolgsgeschichte. Nach der Grundsanierung des alten Mühlengebäudes, der Umstellung des Betriebes auf rein biologische Produkte und der Eröffnung des Bioladens legten die Betreiber Thorsten und Jens Eiling gestern den Grundstein zum Bau von fünf großen Getreidesilos. Die elf Meter hohen Kolosse aus verzinktem Stahlblech, mit einem Fassungsvermögen von je 100 Tonnen, sollen in Zukunft unter anderem kürzere Lieferwege garantieren.

„Wenn wir das Getreide hier lagern können gelingt es vielleicht, ausschließlich bei den umliegenden Bauern einzukaufen“, hoffen die Unternehmer. Weil es zum uralten Brauch der Grundsteinlegung gehört, Gegenstände im Erdreich zu versenken, die Aufschluss über die Zeit der Erbauung geben, ließen die Eiling- Brüder die aktuelle Ausgabe des Anzeigers, mehrere Geldscheine und die Baugenehmigung mit einbetonieren. „Natürlich nur die Kopie“, wie Architekt Gerd-Gustav Eickhoff versicherte. Den Zuschauern, die zum Festakt gekommen waren, erklärte er die bereits fertig gestellte Stützwand zum Schutz gegen Hochwasser. „Das haben wir schon gebändigt.“ Die Silos, die zur Möhnestraße hin sichtbar sein werden, bekommen einen Anstrich in den Farben der Sichtigvorer Müller. Eickhoff: „Sie tragen grüne Hemden und graue Hosen – da mussten wir nicht lange nachdenken.“ Zum weiteren Verlauf der Bauarbeiten erläuterte der Architekt: „Nächste Woche kommen die Sockelfundamente auf die Bodenplatten und am 12. September erwarten wir den Silobauer.“

Bürgermeister Dr. Thomas Schöne, der zusammen mit Ortsvorsteherin Heike Kruse gratulierte, verwies auf die Einzigartigkeit der Mühlenanlage in ganz NRW: „Auf dieses Superlativ können wir hier in Warstein stolz sein.“ Den Betreibern wünschte er auch weiterhin „unternehmerischen Schwung gepaart mit wirtschaftlichem Erfolg“. Den konnte Seniorberater Horst Klatte mit Zahlen belegen. Für die ersten 12 Monate nach dem Umbau im Jahr 2010 habe man ein Umsatzziel von einer Million angepeilt und nicht ganz erreicht. „Da standen uns schon die Nackenhaare hoch.“ Doch die Sorge war grundlos. Im letzten Jahr setzten die Mühle Eiling 3,1 Millionen Euro um. Anteil am Erfolg habe, neben den vielen Helfern aus dem privaten Umfeld, auch der Verpächter Nicolaus von Bose aus Ennigerloh. „Ohne seine Zustimmung zu einem Pachtvertrag mit einer Laufzeit von 35 Jahren hätten wir gar nicht anzufangen brauchen.“ Zudem habe man mit dem Senior Berhard Eiling immer einen wichtigen Unterstützer zur Seite gehabt. Ihn freut besonders, dass das Rad der alten Wassermühle auch in Zukunft weiter klappern darf.

Klatte: „Eine Mühle ohne Mühlrad ist doch wie eine Suppe ohne Salz. Sie liefert uns den Spitzenstrom per Generator.“ Ihr Einsatz dürfe natürlich nicht darüber hinweg täuschen, dass wirtschaftlicher Erfolg nicht ohne moderne Maschinen und hoch technisierte Arbeitsweise möglich gewesen wäre. Abschließend wünschte er der gesamten Familie Eiling allzeit „Wasser auf die Mühlen und dass die Bauern immer eine gute Ernte einfahren“.”

Das nächste Großereignis auf der Baustelle: der Aufbau der Silos ab 26.09.2016.